Junggesellenabschied – Ideen für uns Männer

Tipps zum Feiern des Junggesellenabschieds

Warenverkauf für das Wohle aller Beteiligten des Junggesellenabschied

Der Junggesellenabschied (JGA) ist wohl das wichtigste Ereignis für dem zukünftigen Bräutigam vor der eigentlichen Hochzeitsfeier! Damit dieser „Abschied“ auch wirklich gelingt, habe ich einige Junggesellenabschied Ideen für Männer als Ratgeber zusammengefasst. Legen wir los!

Gut zu wissen: Der Junggesellenabschied stammt ursprünglich aus England und diente zum Prüfen des zukünftigen Ehemannes auf seine ehelichen Pflichten. Damals fand dieses Treffen beim Brautvater statt und alle Männer der Familien des Bräutigams und der Braut waren dabei anwesend. Den Junggesellenabschied, wie wir ihn heute kennen, wurde erst viel später in Deutschland eingeführt: Der Abschied von den Freunden des zukünftigen Ehemannes.

Beginn der Planung des Junggesellenabschieds

Ich gehe jetzt mal davon aus, das Du der Trauzeuge oder der beste Freund des zukünftigen Bräutigam bist. Die Planung des Junggesellenabschieds solltest Du von vornherein vernünftig planen. Denn im Regelfall hat man diese Feierlichkeit nur einmal im Leben und daran soll sich der baldige Ehemann doch lange erinnern. Kommen wir mal zur Planung. Oder Du lehnst Dich zurück und überlässt eine Junggesellenabschied Agentur die Planung.

1. Welcher Termin?

In der Regel sollte der Betroffene keinen blassen Schimmer haben, wann und was eigentlich passiert. Spreche den Termin notfalls mit der zukünftigen Frau ab. Die Frau kennt den Terminkalender des Partners ja öfter besser als er selbst! Sollte es sich nicht anders regelbar sein, muss der Junggeselle das Datum schon im Vorwege erfahren. Dann ist die Überraschung zwar keine wirkliche mehr, aber er weiß ja noch nicht, was auf ihn zukommt. Idealerweise nehmt Ihr natürlich einen Freitag oder einen Samstag. Und auch wenn es Hollywood-Komödien vormachen – auf keinem Fall am Vortag der Hochzeit! Ein Tag Regeneration sollte der Junggeselle auf alle Fälle haben! Sollte der Tag zufällig mit dem Junggesellinnen-Abschied zusammenfallen, dann versucht ein Treffen zu vermeiden.

2. Wer soll dabei sein?

Bist Du als Ausrichter des JGA im Freundeskreis des Junggesellen? Perfekt! Dann kennst Du ja schon einen Großteil derer, die mitkommen werden. Unter uns, es sollten vielleicht nicht unbedingt Frauen mit dabei sein (für Frauen gilt das natürlich umgekehrt!). Denn ehrlich: den „letzten Tag in Freiheit“ sollte der Mann nur mit „seinen Jungs“ verbringen. Punkt! Aber auch hier gilt: wenn Ihr keinen Plan habt, fragt ruhig die Braut um Hilfe. Die kennt meistens ja auch die Freunde, Kumpels und Arbeitskollegen. Oder Sie macht Euch auf jemanden aufmerksam, den Ihr vergessen habt.

Was trägt man beim Junggesellenabschied

Lustige Verkleidung darf beim Junggesellenabschied nicht fehlen. Erlaubt ist, was Spaß macht.

3.  Wo soll gefeiert werden?

Soll durch die Straßengezogen werden oder gibt es eine feste Lokalität in der gefeiert werden soll? Sollte man keine feste Location einplanen, ist der Endankunftsort des Junggesellenabschieds auch nicht so wichtig, denn der Weg ist das Ziel! Die Lieblingskneipe des Bräutigams wäre aber auch eine Option? Sprecht vorher mit dem Wirt, ob auch genug Kapazitäten vorhanden sind. Eventuell könnt Ihr ab einer bestimmten Gruppengröße auch einen guten Getränkepreis rausschlagen. Liegt die Lokalität außerhalb, dann denkt daran, Fahrgemeinschaften zu bilden, sodass auch jeder hinkommt. Oder es werden genug Großraumtaxen benötigt. Aber über diesen möglichen Kostenfaktor muss natürlich hingewiesen werden. Was uns zum nächsten Punkt bringt:

4. Wer bezahlt den Junggesellenabschied?

Ein Junggesellenabschied kann teuer werden. Die Getränke der gesamten Gruppen müssen ja irgendwie finanziert werden. Also, was tun? Wenn der Junggeselle durch die Straßen zieht, kann man natürlich das bekannte Spielchen spielen. Er wird verkleidet (je nach Schmerzgrenze leicht oder extrem) und muss Passanten ansprechen und aus seinem Bauchladen Waren verkaufen. So kann der Junggeselle, mit etwas Verhandlungsgeschick und Überzeugungskraft den Abend durch die Verkäufe finanzieren. Das Outfit und die Waren werden natürlich von der Gruppe finanziert. Auch hier macht es Sinn, eine Kasse zu eröffnen.

Verkaufen kann man den Leuten eigentlich alles, hier mal eine kleine Liste von Dingen, die beim Junggesellenabschied verkauft werden können:

  • Schnäpse
  • Zigarren
  • Zigarillos
  • Prosecco (für die Damen)
  • Kondome
  • Pornohefte
  • DVDs

Diese Liste an Ideen lässt sich nach Vorlieben erweitern und dient Euch natürlich nur als Richtlinie! Wichtig ist natürlich, dass man vernünftige Preise nimmt, die weit über den regulären Preis im Handel sind. Ist nicht ganz so einfach, aber die ein oder andere billige Zigarre könnt Ihr locker für 5 Euro loswerden. Außerdem sind die Leute oft bereit, bei einem Junggesellenabschied, den einen oder anderen Euro mehr zu geben. Zu guter Letzt könnt Ihr sogar noch die Verkleidung verkaufen, aber das ist dann schon der Fortgeschrittenen-Modus beim Junggesellenabschied. Wenn Euer Junggeselle also ein guter Verkäufer ist, werdet Ihr bestimmt so ziemlich alles los. Mit der „hart“ verdienten Kohle, werden dann die Freunde den Abend über versorgt.

Anmerkung von mir: Ich durfte am für meine Freunde mit einem Bauchladen durch die Stadt ziehen. Verkleidet war ich mit einer Afroperücke mit rosa Schleife, einer neon-grünen Sonnenbrille, eine Shorts mit Arsch drauf und einem Königsmantel. Ich habe mir auf den Plastikarsch Autogramme und Sprüche schreiben lassen – natürlich auch gegen Bezahlung. Kreativität ist gefragt!

Entschließt Ihr Euch aber gegen ein „Anschaffen“, so muss die Gesellschaft für das Budget aufkommen. Hier macht Ihr am besten einen Betrag aus, den jeder in den Topf wirft. Das solltet Ihr im Vorwege mit allen Teilnehmern klären.

Engagieren einer exotischen Tänzerin?

Gibt es Stress, wenn eine Stripperin engagiert wird, um den Junggesellenabschied für alle beteiligten Männer noch angenehmer zu machen? Ok, am besten man fragt die zukünftige Frau erst gar nicht. Denn: „Was sie nicht weiß, macht sie nicht heiß!“ Eine Stripperin lohnt sich natürlich nur, wenn man die Party an einem festen Ort feiert (siehe Punkt 3.). Leicht bekleidet wird die gute Dame Euch garantiert nicht durch die Straßen folgen. Alternativ steuert Ihr auf dem Weg mal eine Strip-Bar an, um den Junggesellen in die Obhut einer Stripperin zu geben – selbstverständlich nur für eine kurze Zeit, da er ja noch mit Euch weiterfeiern muss!

Pause auf dem Junggesellenabschied

Das Bier will nicht nur rein – kurze kreative Pause

Verpflegung für den JGA

Damit es aber erst einmal so weit kommen kann, braucht Ihr die nötige Verpflegung. So ist das Bier (oder andere alkoholische Getränke) für den Marsch durch die Partymeilen oder die Straßen Eurer Stadt das wichtigste Versorgungsmittel! Zudem bekommt der „Verkäufer“ (falls er denn Dinge verkaufen muss), durch den leckeren Gerstensaft einen kleinen Motivationsschub. Angeheitert ist so mancher ja offener, was das auf Leute zugehen betrifft. Wichtig ist natürlich auch eine vernünftige Grundlage, damit die Gesellschaft auch bis zum Morgengrauen durchhält oder aber auch weit darüber hinaus.

Sollte Bier nicht unbedingt zu den Favoriten (bitte was???) gehören, kann natürlich auch auf Mischen oder ähnliches umgestiegen werden. Die langen Öffnungszeiten der Discounter unterstützen das Aufrechterhalten der Versorgung im Regelfall!

Tipp: Achtet darauf, dass Ihr den Bräutigam nicht zu schnell abfüllt. Nichts ist ärgerlicher, als wenn der Jungesellenabschied vorzeitig beendet ist. Und das nur, weil der zukünftige Ehemann zu schnell zu viel gesoffen hat. Das ist für alle Beteiligten ärgerlich und so ein Junggesellenabschied lässt sich nicht wiederholen!

Der Hauptbestandteil des Junggesellenabschieds

Das Ziel ist erreicht – nach gemachten Umsatz wird das gemachte Geld in Getränke umgewandelt

Fazit & Quickcheck

Eine gut durchdachter Junggesellenabschied, wird dem Bräutigam immer in Erinnerung bleiben. Sollte eine Verkleidung gewünscht sein, sollten die Sachen schon etwas peinlich sein. Wichtig ist nur, dass der Junggeselle nicht zum Gespött wird –  vielleicht macht er dadurch weniger Umsatz, das ist auch schlecht für Euch, wenn er Waren verkaufen muss. Außerdem sollen ja alle Beteiligten Spaß haben und den „letzten Abend in Freiheit“ unvergesslich werden lassen. Und ob mit oder ohne Stripperin werdet Ihr diesen auch garantiert haben. Endziel ist es allerdings, dass der zukünftige Ehemann sicher und total betrunken bei seiner Zukünftigen abgegeben wird – am nächsten Morgen versteht sich. Und lasst die K.O.-Tropfen weg, dass hat den Jung aus Hangover auch nur geschadet.

Hier noch einmal die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

  • Wählt einen vernünftigen Termin (nicht vor dem Hochzeitstag), holt Euch ggf. Info bei der Braut
  • Ladet alle wichtigen Personen ein, vergesst bloß niemanden. Ggf. Braut um Hilfe fragen
  • Plant die Fahrt zu einer Location und schaut, ob ggf. Kosten durch Taxen entstehen
  • Soll der Junggeselle was verkaufen oder übernimmt die Gruppe alle Kosten? Wie hoch ist das Budget für Feier oder Wareneinkauf?
  • Stripperin oder Stripbar? Wenn möglich keine Info an die Braut…
  • Nehmt eine Grundbasis an Getränken mit, nur in Kneipen trinken kann ggf. das Budget sprengen
  • Füllt den Junggesellen nicht zu schnell ab! Der Junggesellenabschied ist nicht wiederholbar
  • Habt einen geilen Abend!

Was habt Ihr noch für Ideen, die den Junggesellenabschied gut gelingen lassen oder habt Ihr was besonders interessantes oder absurdes erlebt bei einem Junggesellabschied? Lasst mal hören?